Wunsch-Los

Nach einer Weile war es wieder mal soweit einen neuen Planeten zu besuchen, beschloss die Prinzessin und suchte sich einen schönen bunten aus. Doch sie erlebte die Geschichte nur am Rande, am Waldrande in der Hütte mit.

Der König dieses Planeten hatte zwei Söhne. Der erste Sohn war aus der Ehe mit der Königin und somit fühlte der sich schon von klein auf als rechtmäßiger Erbe und war in allem besser und überlegener als sein jüngerer Bruder.

Die Königin war gestorben und der König litt unter dem Verlust. In der ersten Zeit nach dem Tod, machte er oft lange Spaziergänge durch seinen Wald und dabei hat er die Zeit vergessen. Einmal landete er bei einem Häuschen, in dem eine schöne Frau wohnte. Sie erkannte den König wohl, doch da er sich nicht äußerte und sich ganz normal benahm, dachte sie, dass er nicht erkannt werden wollte und so ließ sie sich nichts anmerken.

Der König fühlte sich wohl bei der Frau und vergaß dort seinen Kummer und bald war er, so oft es seine Verpflichtungen zuließen, im Wald in der Hütte. Sie wurden vertrauter und kamen sich näher und so führte eins zum andern und die Frau war schwanger und gebar ebenfalls einen Sohn.

Der König war ein ehrlicher Mann und nahm beide bei sich im Schloss auf. Doch die Frau hielt die Gehässigkeiten am Hof nicht aus. Ihrem Sohn wollte sie aber die Erziehung eines Prinzen zukommen lassen und so ließ sie ihn im Gewahrsam seines Vaters und sie selbst kehrte wieder in ihre Hütte im Wald zurück.

Der König ließ sie schweren Herzens ziehn. Hatte er sie doch sehr lieb gewonnen. Einzig der Gedanke sie wieder besuchen zu können, tröstete ihn. Doch als er wieder den Weg zu der Hütte einschlug, war er sehr verwundert. Die Lichtung und die Hütte waren verschwunden.

So blieb ihm nur sein Sohn, den er, da er seiner Mutter sehr ähnlich sah, sehr liebte. Dies blieb auch dem ersten Sohn nicht verborgen und so begann er recht bald aus Eifersucht, den kleineren Bruder zu ärgern und zu verachten und ließ ihn büßen für die fehlende Liebe seines Vater.

So wuchsen die beiden zu stattlichen jungen Männern heran. Doch der erste entwickelte seine Fähigkeiten im Kampf – oft auch mit unfairen Mitteln, wie es so seine Art war. Doch allein der Sieg zählte für ihn, nicht der Weg dorthin.

Der zweite aber war eher ein Träumer. Er las lieber von den Abenteuern, als dass er sie selber erlebte.

Der König wurde alt und mit großer Sorge sah er die Entwicklung seiner beiden Söhne. Es galt einen Nachfolger zu finden und er wusste nicht wen er von beiden nehmen sollte.

Er erkannte die Eifersucht im Herzen des einen und die Sehnsucht im Herzen des andern. Immer wieder verschob er es, die beiden zu prüfen, wer den nun der bessere Nachfolger sei und so zogen die Jahre ins Land und er starb und kein Nachfolger war genannt.

Der größere Bruder ließ den Hofstaat zusammentreten und meinte nur, er wäre jetzt neuer König und sein Bruder sei aus dem Schloss zu werfen und im tiefen Wald auszusetzen, denn dieser würde weder zurückfinden noch überleben.

Gesagt getan, der jüngere Bruder wurde in einer Nacht und Nebelaktion in den Wald gezerrt und dort zurückgelassen.

Da irrte er herum und suchte verzweifelt einen Weg. Nachdem er nie gelernt hatte mit Pfeil und Bogen umzugehen bzw. ein Tier zu erlegen um zu überleben. Blieb ihm nichts zu Essen über.

Irgendwann kam er zu einer Lichtung und auf der Lichtung stand eine Hütte. Er klopfte und eine alte Frau öffnete. Eine junge schöne Frau war ebenfalls dort und half ihr bei den Aufgaben. Sie gab ihm zu Essen und bot ihm ein Lager für die Nacht. Er nahm beides dankend an. Er erzählte seine Geschichte und seine Verzweiflung, weil er nicht wusste, was er weiter tun sollte.

Am nächsten Morgen wollte er weiterziehen, die Alte erzählte ihm von der Frau die tief drinnen im Wald wohnte und die allein war und sicher über ein paar hilfreiche Hände froh war.

Die Prinzessin begleitete ihn zu der Hütte, eine schöne Frau mittleren Alters öffnete. Er bot ihr an bei ihr zu bleiben und ihr im Haushalt zu helfen. Der Frau war, als hüpfte ihr Herz in der Brust, doch das geschah so schnell, dass sie es nicht so ganz mitbekam und nicht weiter beachtete. Sie war froh die ganze Arbeit nicht mehr allein erledigen zu müssen und so ließ sie den jungen Mann bei sich wohnen. Sie flocht Körbe und verkaufte diese am Markt.

So lebten sie genügsam und froh miteinander. Öfters trafen sich die Prinzessin und der Bursche im Wald und sie plauderten miteinander, sie tauschten die neuesten Nachrichten aus.

Der ältere Bruder hingegen regierte einstweilen das Land. Froh waren die Menschen nicht, doch es gab genug zu essen und so beschwerten sie sich nicht. Allein der König wusste, dass er den Großteil in seine eigene Taschen wirtschaftete. Aber was seine UntertanInnen nicht wussten, brauchte er ja nicht extra zu sagen.

Er nahm eine Frau aus wohlhabendem Hause, die zu ihm passte.

Der jüngere Bruder war mal wieder mit der Prinzessin im Wald, Beeren pflücken, als er plötzlich einen Fuchs fand, der sich in einer Falle verfangen hatte. Er überlegte, wie er diesen befreien konnte, ohne selbst gebissen zu werden. Doch zu seiner Verwunderung sprach der Fuchs – „Hilf mir, mich zu befreien und du wirst es nicht reuen!“

Er half dem Fuchs aus der Falle und nahm ihn mit nach Hause und pflegte ihn. Der Fuchs meinte zum Abschied nun hätte der Bursche hätte einen Wunsch frei.

Der Bursche überlegte wohl und meinte nur „Ich will gutes Leben für mich und die, die mich lieben – auch meine Mutter, sollte sie noch leben!“

„So soll es sein, wenn die Zeit reif ist!“

Zuerst merkte er gar nichts von der Veränderung und er dachte nur, der Fuchs hätte ihn einfach ein bisschen zum Narren halten wollen. Doch irgendwann merkte er, dass er mehr Beeren fand und wenn die Frau vom Markt kam, hatte sie alle ihre gefertigten Körbe verkauft und mehr Geld als zuvor.

Wieder war der Bursche im Wald unterwegs und da sah er einen Vogel am Waldboden liegen. Offensichtlich angeschossen von den Jägern des Königs. Er hob ihn so behutsam es ging auf und der Vogel zwitscherte „lass mich fliegen und du sollst, was du dir wünscht kriegen“

Er konnte den Flügel nicht bewegen. Also nahm er auch dieses Tier mit nach Hause und als der Flügel wieder heil war, ließ er den Vogel fliegen. Dieser flog auf den nächsten Ast und meinte ebenfalls – er hätte einen Wunsch frei.

Der Bursche überlegte wieder sehr genau „Dass das Glück und die Liebe immer bei mir bleiben!“

Lange merkte er nichts von der Veränderung und hätte bald schon auf den Vogel vergessen. Als er einmal mit der Prinzessin zum Markt ging um die Körbe zu verkaufen, war da eine junge hübsche Frau, die ihm einen Korb abkaufte. Sie sahen sich in die Augen und wussten beide, dass sie nicht mehr ohne einander sein wollten. Von da an trafen sie sich regelmäßig zuerst heimlich weil der junge Bursche ja mittellos war, doch sie genossen die Zeit zusammen.

Als er vom Dorf zurück in die Hütte im Wald zu der Frau ging sah er am Weg eine Katze, die gerade warf. Drei kleine Kätzchen waren schon heraus, doch das vierte steckte fest. Ohne weiter nachzudenken half der Bursche und als alle auf der Welt waren, wollte er schon weiterziehn.

Da meinte die Katze – „meine Geburt ist wohlgeraten, drum darfst du dir jetzt was erwarten!“

Der Bursche überlegte lange hin und her – wähnte er sich mit dem guten, glücklichen Leben voller Liebe am Ziel seiner Wünsche.

Da meinte die Katze, ob er denn nicht vielleicht ein schönes Haus haben wolle. „Ach“ meinte der Bursche „das wäre doch fein, dann könnt ich meine Liebste heiraten und einen Platz für die Frau wär sicher auch zu finden“

Auch hier war zuerst alles wie immer und er wollte die Begegnung schon als Hirngespinst abtun – doch beim nächsten Besuch im Dorf erfuhr er, dass einer der Kunden gestorben war und ihm sein Haus hinterlassen hätte.

Da konnte er endlich seine Liebste heiraten und die Frau holte er mit in die Stadt. Da lebten sie fortan zufrieden, glücklich und verliebt und sorglos.

Die Kunde von den drein und der Geschichte mit den Tieren des Waldes und den erfüllten Wünschen machte die Runde und irgendwann erfuhr auch der König davon.

Neidisch wie er war, wollte er – ohne zu wissen, dass es sich um seinen Bruder handelte – ebenfalls seine Wünsche erfüllt bekommen. Er wollte noch mehr Reichtum und Kriegskunst.

Also strich er durch den Wald und bald fand er eine Hirschkuh die sich mit dem Geweih im Geäst verfangen hatte. Der Jagdtrieb ging mit ihm mit und er schoss ohne groß nachzudenken auf das Tier. Dieses sank zusammen. Die Prinzessin, die nicht weit davon die Szene beobachtet hatte, schrie entsetzt auf. Da fiel dem König ein, dass er das Tier ja hätte retten sollen, also lief er schnell hin und entfernte den Pfeil. Mit letzter Kraft sah das Tier auf. „Ich habe dich von dem Pfeil befreit, was ist jetzt mit meinem Wunsch?“

Die Hirschkuh schloss die Augen aber in diesem Augenblick betrat der Hirsch die Lichtung und sah, was passiert war. Er meinte nur „du darfst wohl Wünschen, doch überlege gut, ob du es willst! Drei an der Zahl sollen es sein!“

Der König antwortete „Willst du dem König vorschreiben, was er zu wünschen hat!“ „Nein, so geh nach Hause und überlege wohl!“

Der König ritt zurück, voller Ideen – vor seinem geistigen Auge sah er schon sämtliche Reichtümer …. Doch er wollte das mit seiner Gemahlin besprechen.

Er kam im Schloss an, doch weil es bereits finster war und der Hofstaat nicht mit ihm gerechnet hatte, war kein Licht angezündet.

Da schrie er unvermittelt und ohne nachzudenken „Wo sind die Diener – ich wünsche sofort mehr Licht zu meiner Ankunft!“

Sofort erstrahlte das Schloss in ganzer Pracht. Erschrocken fiel ihm ein, dass er bereits einen Wunsch so unbedacht ausgesprochen hatte.

Rasch ging er zur Königin und erzählte ihr alles. Diese schimpfte mit ihm, weil er sich statt Reichtümer so etwas Blödes gewunschen hatte.
Er wurde ärgerlich, wie immer wenn er zurechtgewiesen wurde und fuhr sie an „Keinen Ton mag ich mehr von dir hören!“ und die Königin bewegte zwar die Lippen, aber kein Ton kam mehr hervor. So sehr sie auch schrie – Stille.

Jetzt war der König wirklich verärgert. Was machte er jetzt mit seinem letzten Wunsch – und voller Ärger rief er „Da möchte man ja aus der Haut fahren, mit diesen Wünschen!“

Naja und weg war er. Die Königin, die zwar wusste was passiert war, konnte nichts mehr sagen. So sehr sie auch rief und schrie, nichts kam, kein Ton war zu hören.

Schnell verbreitete sich die Nachricht, von dem verschwundenen König und der stummen Königin im ganzen Land. Auch der zweite Königssohn hörte davon. Genauso wie das Gerücht, dass sie eben nach ihm, dem Zweitgeborenen suchen würden. Er überlegte lange was er tun sollte.

Am nächsten Tag kam er auf dem Weg durch den Wald zur Hütte der Alten mit der Prinzessin. Die Alte nickte ihm nur von weitem zu und meinte „Was hat der Mensch zu fürchten, den sein Schicksal will?“

Da drehte sich der Bursche um, ging schnurstracks nach Hause und erzählte seiner Gemahlin und der Frau, seine Geschichte. Die Frau wurde abwechselnd rot und blass und wieder hüpfte das Herz in ihrer Brust, war er doch ihr eigen Fleisch und Blut. Sie stand auf und fiel dem Königssohn um den Hals. „So lang schon hab ich dich vermisst!“

Zu dritt zogen sie zum Schloss und der jüngere Königssohn nahm sein Schicksal an. Die stumme Ex-Königin durfte bleiben, konnte sie kein großes Unheil anrichten.

Der neue König war sehr beliebt bei den UntertanInnen und da er sich ja ein gutes Leben für sich und alle, die ihn lieben gewunschen hatte, erfüllte sich für das ganze Reich dieser Wunsch.

„Drum“ sagte die Alte in ihrer Hütte zu der Prinzessin „gib immer acht auf deine Wünsche, denn sie könnten dir erfüllt werden!“

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Stein-Reich

Prolog:

 

Es war eine Lichtung in einem Wald, da stand ein Haus und in dem Haus wohnte eine alte Frau. Jeden Tag ging sie Wasser holen zu der Quelle tief im Wald.

Einmal sah sie da einen Stein liegen, er glitzerte selbst im Dunkel des Waldes. Sie hob ihn auf und steckte ihn in die Tasche. Lange, lange Zeit war er in dieser Tasche.

 

Der König Hart-Herz auf diesem Planeten hatte einen Sohn, Hart-Mut, und eine Tochter, Hart-Lieb. Da er selbst ein sehr hartherziger Mensch war, hatte er seine Kinder auch sehr hart erzogen. Einzig Geld zählte und Reichtum.

 

Wie es an der Zeit war abzutreten, war es ihm eine Freude, dem Sohn alles zu überlassen und die Tochter in die Welt zu schicken ohne irgendetwas.

 

Da das Herz der beiden auch sehr hart war, fiel es Prinz Hart-Mut nicht ein die Schwester, Hart-Lieb, bei sich aufzunehmen. Und diese verschloss ihr Herz noch mehr und machte sich, voll von Rachegedanken, auf den Weg hinaus in diese Welt.

 

Auf eben diesem Weg, traf sie die Alte und sie fragte, ob sie nicht etwas zu essen hätte. Die Alte hatte nicht viel, aber das teilte sie immer wieder gerne. Also bot sie ihr ein Stück Brot, das sie ebenfalls in ihrer Tasche trug. Die Frau nahm und aß gierig, doch ihr Blick blieb an dem Stein heften. Der Gedanke daran ließ sie nicht mehr los. Sie folgte der Alten und als sie sah, dass sie allein lebte fasste sie den Entschluss diesen Stein an sich zu nehmen.

 

Am nächsten Tag kreuzte sie wie zufällig wieder den Weg der Alten und statt sie um Essen zu fragen, drohte sie ihr und verlangte den Stein aus ihrer Tasche.

Die Alte griff in die Tasche, nahm ohne zu zögern den Stein heraus und gab ihn der jungen Frau.

 

Schnell schlug diese sich durchs Dickicht davon. Endlich war sie reich …..

 

Sie ging einige Tage durch den Wald nicht sicher, ob sie am richtigen Weg war. Ihr Denken kreiste nur darum, was sie alles von diesem Stein kaufen konnte. Die Rache, war ihre. Jetzt war sie reicher als ihr Bruder und sie würde sich den Thron zurückholen.

 

Immer dichter wurde der Wald statt heller und der Stein wog schwer in ihrer Tasche, doch das Gewicht machte ihr nichts.

 

Da kam sie zu einer Siedlung. Buntes Treiben war am Marktplatz zu erkennen, fröhliche Menschen die sich unterhielten. Offensichtlich war ein Fest im Gange. Sie näherte sich und fragte nach Essen und einem Platz zum Schlafen. Doch als sie ihre Tasche öffnete leuchtete der Stein hell und glänzend also schloss sie sie sofort wieder. Doch zu spät einige gierige Blicke hatten sich verfangen und verfolgten ihr.

 

Viel zu unsicher war es hier, um auch nur ein Auge zu zumachen. Auch wusste sie nicht, ob sie nicht verfolgt werden würde auf ihrem weiteren Weg. Angst machte sich breit in ihrem Inneren und schloss sich tief um ihr Herz und machte es noch härter.

 

Sie hastete weiter und weiter – irgendwie wie im Kreis, verschiedene Siedlungen lagen auf ihrem Weg, doch sie machte nirgends mehr Halt. Essen stahl sie sich im Dunkeln, manches Tier auf der Weide war dabei. Sie schlief auf dem harten Boden. Hin und wieder ging sie verhüllt doch auf nen Marktplatz und hörte sich um. Überall hörte sie die Geschichte von der seltsamen Frau mit dem Schatz und dass sie sie suchten, um den Stein an sich zu nehmen.

 

Immer tiefer zog sie sich zurück und blieb für sich. Langsam war der Gedanke an den Stein alles was sie noch denken konnte und die Rache, wenn dann die Zeit gekommen war. Schließlich war es ihr Stein, ihr Schatz. Niemals wollte sie den wieder hergeben.

 

Sie wurde härter und härter ….

 

Die Prinzessin durchquerte einige Milchstraßen und schließlich beschloss sie wiedermal Halt zu machen auf einem Planeten.

 

An ihrem ersten Abend in einem der vielen Dörfer hörte sie von dem hartherzigen König und wie unfair sie die Entscheidung fanden, die Tochter einfach zu verstoßen. Niemand hätte jemals wieder von ihr gehört. Aber viel interessanter war die Geschichte von dem Schatz in den Wäldern. Eine seltsame junge Frau – so hieß es – eine Einsiedlerin, sei unermesslich reich. Sie besäße einen großen Stein, der sehr wertvoll sei.

 

Da auf dem Planeten der Prinzessin Weisheit mehr bedeutete als Reichtum, war ihr diese Art zu denken fremd. Doch immerhin war sie ja auf ihrer Reise um andere Ansichten zu lernen.

 

Sie durchquerte weiter die Wälder und überlegte noch so vor sich hin, was es mit diesem Stein auf sich hätte als sie auf eine Lichtung kam. Allzu vertraut war ihr das kleine Häuschen bereits. Rasch klopfte sie an und umarmte die Alte. Auch auf diesem Planeten beschloss sie einige Zeit bei ihr zu bleiben. Sie half der Alten beim Wassertragen und beim Erledigen der Arbeiten. Fast tat es ihr leid, dass hier sonst niemand anzutreffen war beim Weg zur Quelle.

 

Einmal – es war schon spät, sie hatte sich vertan und war zu spät zur Quelle gegangen – kam ihr eine hagere, verbitterte Frau in einem alten abgewetzten Umhang entgegen. Sie grüßte freundlich. Doch diese sah sie nur kaltherzig an, sie herrschte sie an, sie solle ihr gefälligst den Krug und ihr Essen geben und flüchtete.

 

Verwirrt kam die Prinzessin zur Alten zurück und erzählte ihr von der Frau. Bedächtig nickte die Alte, aber da sie genug Wasservorrat hatten und Essen auch, war die Geschichte erledigt. Nur die Prinzessin überlegte, ob es wohl die Fremde, Hart-Lieb, mit dem Schatz gewesen war. Und wenn sie diesen Schatz ihr eigen nannte, den alle haben wollten, warum war sie dann nicht glücklich ….

 

Zu dieser Zeit wurde der neue König, Hart-Mut, sehr krank. Keiner der Ärzte fand einen Grund und schon gar kein Mittel gegen die Krankheit. Da er ja ein sehr hartherziger Mann war, waren die Menschen nicht so betrübt. Der König hatte eine kleine Tochter, , die zwar auch unter der Hartherzigkeit ihres Vaters litt, aber sie wollte und konnte ihn nicht sterben lassen.

 

So machte sie sich auf, die verschollene Tante, Hart-Lieb, zu suchen. Irgendwie hatte sie so eine Ahnung, dass sie helfen konnte.

 

Und so kam es, dass auch diese Prinzessin zu der Hütte im Wald kam. Sie erzählte von ihrem Vorhaben und sie alle beschlossen, dass sie die große Prinzessin beim Wasserholen begleiten sollte, vielleicht taucht die Frau ja nochmal auf.

 

So geschah es. Nach einigen Tagen trafen sie wirklich die verbitterte Frau. Wieder verlangte sie das Wasser und das Essen der beiden. Die kleine Prinzessin aber sah sie an und sagte „Liebste Tante! Dein Bruder, mein Vater ist todkrank! Er braucht dich!“. Kalt sah sie die Frau an und spukte die Worte fast aus „Er hat mich um mein Erbe betrogen! Das ist der Lohn!“ drehte sich um und ließ die beiden stehn.

 

Schwer wog der Stein in ihrer Tasche. Lang schon litt sie unter diesem Gewicht. Sie konnte kaum atmen, geschweige denn schlafen. Kein froher Gedanke wollte ihr kommen. Zu schwer zog dieser Stein an ihren Kräften. Aber was sollte sie tun. Er war alles was ihr geblieben war. Ihr ganzer Reichtum, ihr ganzer Sinn.

 

Die darauffolgenden Tage blieb sie weg von der Quelle. Sie wollte die beiden jungen Frauen nicht mehr sehn. Wollte nicht an ihren Bruder denken. Die Rachegedanken brachten sie fast um den Verstand.

 

Doch der Durst und der Hunger trieben sie wieder in die Nähe der Hütte. Auch die Wärme die sie ausstrahlte lockte sie immer öfter an. Zu lang lebte sie jetzt schon in der Kälte der Einsamkeit.

 

Eines Tages, die Alte war gerade am Weg ins nächste Dorf, Besorgungen zu machen, als sie beobachtete, wie die große Prinzessin die kleine Prinzessin zurückbrachte, verletzt von einem Wildschwein, dass durch die Wälder streunte.

 

Ohne groß nachzudenken lief sie auf die beiden zu und beugte sich über die Verletzte – durch ihre Zeit in der Wildnis hatte sie gelernt die eine oder andere Wunde zu versorgen. Dabei fiel ihr ohne, dass sie es merkte, der Stein aus der Tasche. Sie trugen das Mädchen in die Hütte und legten sie auf das Bett. Sie hielt die ganze Nacht Wache bei dem Mädchen, gab ihr zu trinken und im Morgengrauen öffnete die Kleine matt die Augen.

 

Und da geschah es, es ging ein Rucken durch ihren Körper und plötzlich löste sich der Panzer der so viele Jahre ihr Herz gefangen hatte. Sie saß nur da und die Tränen liefen ihr die Wangen hinunter. Die große Prinzessin stand schweigend daneben, die Hand auf ihrer Schulter.

 

Keiner bemerkte, dass die Alte zurückgekehrt war. Erschrocken sprang Hart-Lieb auf. Da spürte sie, dass ihre Tasche leer war. Lange musterte sie die alte Frau. Diese wiederum überprüfte die Verbände des Mädchens. Zufrieden setzte sie Teewasser auf.

 

Plötzlich drehte sich Hart-Lieb um, ging hinaus auf die Wiese. Die Prinzessin wollte ihr nach, doch die Alte hielt sie zurück. „Das muss sie alleine erledigen! Ihr habt ihr schon viel geholfen!“

 

Sie blieb den ganzen Tag draußen und offensichtlich suchte sie nach ihrem Stein, ihrem Schatz. Enttäuscht blieb die große Prinzessin in der Hütte. Versorgte die kleine Prinzessin und half der Alten.

 

Endlich am Abend klopfte es und Hart-Lieb stand mit dem Stein in der Hand draußen. Sie hielt ihn der Alten hin und meinte nur „Sag mir bitte, wie weise bist du, dass dich die Macht dieses Steins nicht gefangen hielt und du ihn mir einfach so ohne zögern überlassen konntest?“

 

Die Alte schaute sie gütig an, nahm den Stein wieder an sich und sagte: „Der wahre Reichtum dieses Steins ist: er lässt dich hinter die Fassade schauen! Wenn da Liebe und Vertrauen ist, verstärkt er Liebe und Vertrauen! Wenn da Gier und Bitterkeit ist, verstärkt er Gier und Bitterkeit!“

 

Epilog:

 

Die kleine Prinzessin war nach ein paar Tagen wieder fit und so zog sie mit ihrer Tante zurück in die Königsstadt. Sie konnte zwar nichts mehr für ihren Bruder tun, doch immerhin konnten sie einander verzeihen, ein großes Fest feiern und Frieden finden. Sie regierte von da an das Reich mit der Witwe des Bruders, immer darauf bedacht, die Gier und die Bitterkeit nicht wieder zurück in ihr Herz kehren zu lassen. Die kleine Prinzessin half ihr dabei nach besten Kräften.

 

Allein die Legende von der Einsiedlerin mit dem Schatz erinnerte sie noch an die Zeit der Einsamkeit im Wald.

 

Die Prinzessin hatte wieder etwas gelernt auf ihrem Weg und zog weiter ….

 

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Prinz "aall-glatt"

Die Prinzessin beschloß, jetzt wo die lange Zeit des "mir doch gleich!" vorüber war, wäre es an der Zeit, ein bisschen was von der Milchstraße und ihren Planeten zu erkunden ... schließlich sollte sie doch mal die Thronfolge nach der Königin antreten ...

sie durchstreifte die Galaxie und landete auf einem Planeten der von einem ganz jungen Prinzen regiert wurde - "Aal Glatt" hieß der - er war erst kurz im Amt und seine PlanetenbewohnerInnen waren sehr begeistert - die Mütter tauften ihre Söhne nach dem Namen, die Männer und Burschen wollten so sein wie er und die Mädchen himmelten ihn an .... er war, wie soll man sagen eben AaL Glatt.

Der Hofstaat des Prinzen wetteiferte, wer den nun genauso aalglatt sei und wenn jemand auch nur den Anflug eines Fünkchens Integrität aufwies, war er gleich verbannt aus der Königsstadt

Der Prinz genoß seinen Status und die von seinem Vater übertragene Macht und überlegte jeden Monat ein neues Gesetz, dass ihm für seine Aalglattheit noch dienlicher war - einzig eines störte ihn bei seinen Geschäften - sein Gewissen

tagsüber, wenn die Sonne schien und die UntertanInnen alle Hof hielten um ihn da war es nicht zu vernehmen, aber kaum wurde es finster und die Nacht legte sich über das Schloss, da kroch es aus den Ritzen und ließ ihn schlecht schlafen - da nutzten auch die rauschenden Feste nichts, die er jede Nacht abhielt um das Gewissen im Zaum zu halten - es fand einen Weg

da kam ein fremder Magier zu dem Planeten, der Magier war bekannt dafür, dass er alles aber auch wirklich alles verschwinden lassen konnte

der Prinz ließ den Magier rufen und befahl ihm, dass er doch bitte gefälligst sein Gewissen verschwinden lassen sollte - der Magier war ein wenig überrascht, DAS hatte wahrlich noch niemand verlangt und da es ein weiser Magier war, meinte er, dass das vielleicht nicht die klügste Entscheidung war (jede/r weiß wohl, was passiert, wenn das Gewissen mal weg ist!!!)

doch der Prinz wurde wütend (fast vergaß er auf's aaalglatt-Sein) und drohte mit Gefängnisaufenthalt, wenn er seinen Befehl nicht gehorchte - der Magier, den kein Gefängnis der Welt in seinen Mauern halten konnte, dachte "welch ein präpotenter Idiot" und ließ sein Gewissen verschwinden (doch er wär kein weiser Magier, hätt er kein Schlupfloch gefunden)

Die ersten paar Nächte war es herrlich für den Prinen, er schlief gut und konnte endlich aalglatt sein wie es ihm gefiel, doch nach ein paar Tagen fiel ihm auf, dass seine UntertanInnen ihn immer so seltsam musterten und so erließ sofort ein Gesetz, dass jede/r UntertanIn in seinem Reich das Gewissen entfernt bekommen sollte

so geschah es ....

das war der Moment in dem die Prinzessin auf dem Planeten ankam ....

sie durchstriff den Planeten und hörte von dem seltsamen Prinzen und seinem Gesetz und das kam ihr sehr seltsam vor, also beschloss sie, zuerst den restlichen Planeten zu erkunden, bevor sie die Königsstadt aufsuchte.

so kam sie zu einem Wald und einer Lichtung und auf eben dieser Lichtung stand ein kleines Haus und ihn dem Haus wohnte eine alte Frau (ähm Moment, war das dieselbe oder eine Schwester?! wer konnte das schon sagen).

Die alte Frau leiß sie herein und gab ihr zu essen und als es dunkel wurde, begann es draußen vor dem Haus wild zu rumoren, die Fensterläden zitterten, Gehäul brach los und jede/r normale Mensch wäre vor Angst auf und davon - auch der Prinzessin wurde es ein bisschen bang, doch die Alte beruhigte sie und meinte, das wären die verschwunden Gewissen der PlanetenbewohnerInnen, die wüssten nicht wohin und so lebten sie einfach rund um die Hütte (der weise Magier hat sie nicht ganz verschwinden lassen, sondern nur aus den Augen und Gedanken des Prinzen und seinem Gefolge , da suchte sie niemand und sie, die Alte würde sich ein bisschen um sie kümmern - denn es gäbe nichts gefährlicheres als nicht beachtete Gewissen

also blieb die Prinzessin eine Weile und half der Alten die Gewissen zu verpflegen, manche waren klein und verhutzelt, manche waren groß und aufgeblasen und manche waren dunkel und durchscheinend, fast nicht mehr zu erkennen - doch die Alte setzte sich auf die Lichtung und sang den Gewissen alte Lieder vor, Lieder über die Freiheit, Lieder über Integrität und Lieder über Hoffnung und Glaube

eines Tages kam ein besonders dunkles und verhutzeltes Gewissen daher - das tobte und heulte und wollte sich gar nicht beruhigen lassen - wie sich herausstellte war es das Gewissen des Prinzen und da es sooo lange schon unbeachtet geblieben war, war es ein harter Weg, auch dieses Gewissen wieder aufzupäppeln

nach einer Weile dachte die Prinzessin, es wäre an der Zeit weiter zu ziehen und den Prinzen persönlich kennen zu lernen - also machte sie sich auf in die Stadt. Dort angekommen fand sie eine ziemlich düstere und argwöhnische Stimmung vor.

Niemand traute niemandem, jeder bestahl jeden und am schlimmsten war es am Hof. Die Menschen machten was ihnen gefiel und scherten sich einen Dreck um die Konsequenzen. Ihre Gesichter waren grau und fahl, die Augen gierig und leer.

Mitten hinein kam die Nachricht eines feindlichen Angriffs von einem Nachbarplaneten - der Herrscher von diesem Planeten hatte von dem Verhalten dieses Planeten gehört und nachdem sich ohnehin niemand um den andern kümmerte, dachte er, er hätte leichtes Spiel diesen Planeten für sich einzunehmen.

Der Prinz Aal Glatt war so aalglatt, dass diese Nachricht nur an ihm abperlte, ihm konnte doch nichts passieren - rasch rief er seinen Hofstaat zusammen, die sollten ihn schließlich verteidigen, doch die Hälfte erschien erst gar nicht und davon die Hälfte interssierte das Befinden des Planeten überhaupt nicht

da erschrack der Prinz doch ein bisschen, er schrie sie an, ob sie denn kein Gewissen hätten!!! da sahen ihn alle nur kalt an und meinten schlicht und einfach "Das habt Ihr, werter Prinz, per Gesetz verschwinden lassen!"

Der Prinz ließ eine Belohnung ausstellen, für die Person, die ihm seinen Kopf und Kragen retten konnte ... die Prinzessin hatte eine Idee und bat um Audienz. Der Prinz hatte alle Aalglattheit verloren - schlich durch sein Zimmer und flehte die Prinzessin förmlich an, ihm zu helfen. Sie meinte nur schlicht, sie hätte einen Ausweg, doch allein die Belohnung wollte sie sich selbst aussuchen

Nachdem der Prinz soo verzweifelt war, dass er allem zugestimmt hätte, vergaß er böse zu werden und ließ sich auf den Handel ein - es blieben ihnen noch ein paar Stunden bis zum feindlichen Angriff

also lief die Prinzessin zurück zu der Alten und zu der Hütte mit all den Gewissen - und sie überredete die Gewissen, dass sie alle zurück zu ihren BesitzerInnen sollten, in dieser Nacht, denn nur so könnten sie sich selbst und ihre BesitzerInnen retten, vor dem bösen Herrscher des andern Planeten

die Gewissen waren natürlich alles andere als begeistert, zuerst hatte man sie so böse entfernt und jetzt sollten sie ihren Menschen wieder helfen - doch da sie alle voll von Hoffnung, Glaube, Integrität und Freiheit waren, machten sie mit und folgten der Prinzessin zurück in die Stadt des Prinzen und jedes Gewissen kehrte zurück zu seiner Menschenseele

gerade rechtzeitig, denn hatte der Herrscher geglaubt einen Haufen gewissenloser PlanetenbewohnerInnen anzutreffen, die er schnell auf seine Seite schlagen konnte, gegen den Prinzen, fand er nun lauter integere Menschen vor sich, die ihren Planeten mit allem verteidigten was sie hatten - allen voran der Prinz Aalglatt der sich auch für seine UntertanInnen einsetzte

was war der Jubel groß, als der böse Herrscher in die Flucht geschlagen war, doch auch große Verwunderun, wo den plötzlich die Gewissen wieder da waren - und viele waren froh, dass sie es wieder spürten und die Gewissen waren froh wieder bei ihren BesitzerInnen zu sein - auch wenn es einige gab, die vielleicht nicht ganz so erfreut waren

Doch selbst der Prinz Aalglatt fühlte sich plötzlich wieder besser - und er ließ die Prinzessin zu sich rufen und wie er versprochen hatte wollte er ihr seine Belohnung zukommen lassen - (eigentlich dachte er die größte Belohnung für die Prinzessin wäre es IHN zu ehelichen) doch die Prinzessin lehnte lachend ab -

nein ihre Belohnung sah ganz anders aus - sie verlangte nur eines:

Halte dich ab jetzt immer an DEIN Gewissen!!!!

mit diesen Worten drehte sie sich um, ließ den verblüfften Prinz Aal Glatt mit offenem Mund stehn, nahm ihr Transportmittel und reiste weiter ....

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Prinzessin "Mir doch gleich"

In einer weit entfernten Galaxie auf einem Planeten da lebte eine Königin und ihre UntertanInnen mochten sie sehr.

Die Königin hatte eine Thronerbin die langsam heranwuchs und zur Frau wurde. Leider lastete ein Fluch auf der Prinzessin.
Egal was von ihr verlangt wurde überhaupt alles was zu ihr gesagt wurde, sie konnte immer nur einen Satz sagen "Mir doch gleich" ...

Die Königin ließ alle weisen Frauen des Planeten kommen und bat sie um Rat, wer die Prinzessin von diesem Fluch befreien konnte bekäme unsagbare Weisheit

Also überlegten die weisen Frauen hin und her, doch keine hatte einen Einfall - also zogen die Jahre ins Land und alles was die Prinzessin sagte war und blieb: "Mir doch gleich!"

So wurde es Zeit einen geeigneten Prinzgemahl zu wählen, doch egal von welchem Planeten und von welcher Galaxie die Prinzen andüsten, alles was die Prinzessin herausbrachte war "Mir doch gleich!"

Da ging das Gerücht, dass eine weit entfernt Hexenmeisterin ein Allheilmittel für dieses Problem kennt, doch diese Weise Hexe lebte auf einem sehr kleinen Planeten, genannt Erde.

Es hieß, dass die BewohnerInnen auf diesem Planeten auch von diesem Phänomen wussten. Also packte die Königin ihre Tochter und ließ die Galaxie hinter sich und reiste viele Lichtjahre zur Erde.

Angekommen auf der Erde fragten sie nach dem Weg zu der Hexenmeisterin, doch alles was sie als Antwort bekamen war: "Keine Ahnung, wer soll das sein? Mir doch gleich!" -
Immerhin wussten sie, dass sie richtig waren!

Erschöpft und ratlos suchten sie ein Schloss, wo sie die Nacht verbringen konnten, doch es ließ sich einfach nichts Geeignetes finden! Die Schlösser auf diesem Planeten waren nicht so wie auf ihrem Planeten und vor allem, waren auf diesem Planeten eher die Könige tonangebend und die Königinnen hatten nicht so viel zu sagen ...

sie irrten herum und die Prinzessin war auch keine große Hilfe, zu schnell hatte sie sich an die Gegebenheiten dieses Planeten angepasst, denn war sie früher noch freundlich und zugänglich, wurde ihre Haltung immer ablehnender und gleichgültiger ...
Irgendwann durchquerten sie einen dunklen Wald und da fanden sie mitten auf der Lichtung eine kleine Hütte und da sie hungrig waren und ein Lager für die Nacht brauchten, klopften sie an. Eine alte Frau öffnete und ließ sie eintreten.

Obwohl die Hütte sehr ärmlich wirkte, war es warm und gemütlich und am Feuer stand ein Topf mit Essen. Die Königin und die Prinzessin aßen und fühlten sich wohl. Die Königin erzählt der Alten von ihrem Problem und wie sie sich Erlösung erhofften. Die Alte hörte aufmerksam zu und lächelt freundlich. Schließlich war es Zeit schlafen zu gehn.

Die Alte richtete ihnen ein Lager, das zwar nicht ganz dem einer Königin und einer Prinzessin entsprach, doch die beiden mussten zugeben, dass sie es lang nicht mehr so gemütlich gehabt hatten. Da der Platz sehr eng war, lagen sie nah beieinander und schliefen bald friedlich ein.

Die Prinzessin hatte einen merkwürdigen Traum:

Sie ging über eine Wiese früh am Morgen und plötzlich sah sie ein strahlendes Licht, sie ging darauf zu und erkannte einen Engel der sie freundlich grüßte und ihr einen Zettel gab mit einer Botschaft drauf. Da stand: "vorüber"

Sie wachte auf und spürte die Wärme ihrer Mutter. Sie war sehr verwirrt, seit so langer Zeit hat dieser eine Satz ihr Denken beherrscht, dass dieses eine Wort einschlug wie eine Bombe. VORÜBER.

Eigentlich war es ja auch langsam Zeit mal was anderes zu denken. Sie hatte sich irgendwie so an dieses "Mir doch gleich!" gewöhnt, doch dieses neue Wort ließ diesen Satz immer mehr bröckeln.

Gleichzeitig träumte auch die Königin einen Traum:

auch sie ging über eine Wiese und ihr kamen lauter Tiere entgegen, alle riefen "alles geht!"

Auch sie war verwirrt und beeindruckt von diesen zwei Worten. Alles geht? Wo doch irgenwie gerade alles stockte und nichts weiterging, mit ihrer Tochter, mit der Mission, mit ihrem Planeten ...

doch auch sie hatte das Gefühl, dass sich irgendetwas in ihr bewegte, allein durch diese Worte.

Sie drehte sich zu der Prinzessin um und merkte, dass die wach war und so sagte sie: "ALLES GEHT - VORÜBER!" vollendete diese den Satz - und beide lachten.

 

 

 

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Lachen verbindet